http://www.geschichte-online.at/
Geschichtswissenschaftliches Arbeiten: Zitat, Zitierregeln, Anmerkungen
Hier soll ich also die Grundlagen des Zitierens kennenlernen und an praktischen Beispielen auch gleich üben – nun dann, auf geht’s.
Die „ersten Schritte“ des Zitierens stellen eine durchaus noch zu bewältigende Aufgabe dar, Glück gehabt – immerhin bin ich bereits im dritten Semester und habe schon einige Arbeiten abgegeben. Seltsam nur, dass man mich mehrere Satzteile ohne Zitat oder Auffälligkeiten hintereinander bearbeiten lässt und sich die Textfenster mit den Originalen nicht verschieben lassen, so dass die Sicht auf den zu bearbeitenden Text versperrt ist.
Anhand von weiteren Beispielen bekomme ich jetzt unterschiedliche Arten des Zitierens präsentiert, außerdem wird erklärt, warum das Zitieren überhaupt eine recht sinnvolle Vorgehensweise darstellt, wo und wie man Zitate einsetzen sollte und wo besser nicht. Im praktischen Teil dieses Teils erfahre ich, dass ich tatsächlich wörtliche Zitate im Text einbringen kann – diesmal nicht nur überprüft durch Auswählen der richtigen Möglichkeit, sondern durch Selbstinitiative beim Zitate einfügen.
In einem weiteren Schritt wird der Unterschied zwischen Plagiat und Paraphrase erläutert und eine Übung zum frühzeitigen Erkennen und Vermeiden des Plagiats angeboten. Weiters lerne ich das Zitat im Zitat und das Zitat aus dem Internet kennen und anzuwenden (bzw. versuche es zuerst ungestützt und im Zweifelsfall mit Hilfe – der studentische Stolz – aber noch funktioniert es). Die Veränderung im Zitat – oder eben nach Möglichkeit nicht – ist der nächste Schritt. Am Ende der Übung steht eine Checkliste für das Zitieren, sowie eine kleine Bibliographie zur Vertiefung der eben erworbenen bzw. aufgefrischten Kenntnisse.
In den Themenblöcken Anwendungsapparat und Zitierregeln wird es erst richtig spannend. Egal wie, alles dabei und einheitlich muss es sein – zumindest wurde mir das bis jetzt gepredigt. Vielleicht finde ich mein System ja auch tatsächlich in einem der großen anerkannten Zitierregelwerke wieder. Dabei wird natürlich zwischen Fuß- und Endnoten unterschieden, das amerikanische System ist mir eher unsympathisch.
Nun ja, zumindest fast meine bisherige Vorgehensweise, alles Wichtige scheine ich beachtet zu haben, in der Form stimme ich manches Mal noch nicht ganz überein aber eventuell könnte ich ja noch in einer der weiterführenden Seiten fündig werden.
Jetzt bin ich bereits bei den Anmerkungen gelandet. Alles, was nicht so ganz in den Haupttext des wissenschaftlichen Textes zu passen scheint, wird in eine kleine weiterführende Anmerkung verpackt (auch praktisch, wenn die vorgegebene Seitenzahl bereits deutlich überschritten ist). Ansonsten nützlich für alles, was man der Welt schon immer mitteilen wollte (Übersetzungen, Danksagungen, etc.), nur übertreiben sollte man es dabei nicht. Mit der dazugehörigen Bibliographie wäre ich dann auch schon am Ende der Übungseinheit für Einsteiger oder Nachschlager des wissenschaftlichen Systems angelangt.
Die Lerneinheit als PDF könnte ganz praktisch sein, im Feedback könnte ich eventuell einen Link zu diesem Beitrag senden. Heute also wieder etwas gelernt, zumindest ein wenig.
Barbara Wakolbinger - 24. Jan, 19:04
An dieser Stelle werde ich zunächst Punkt 1 und 2 der Aufgabenstellung lösen. Für den dritten Punkt würde ich mir gerne ein bisschen mehr Zeit nehmen und werde ihn so bald wie möglich nachliefern.
Das Projekt Geschichte Online versucht den Besucher in einzelnen Schritten mit das Basis des Geschichtestudiums vertraut zu machen.
Es besteht aus vier Modulen. Im ersten beschäftigt man sich mit den Grundlegenden Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens wie etwa den Grundlagen des geschichtswissenschaftlichen Arbeitens, Themenfindung bzw. Fragestellung, der wissenschaftlichen Textproduktion, dem Lesen und Dokumentieren brauchbarer Literatur, dem Zitieren derselben, dem Verschriftlichen der Erkenntnisse, sowie mit der Thematik der mündlichen Präsentation und des Kurrentlesens.
Nach Abschluss der einzelnen Lernmodule sollte also eine theoretische Basis der Methoden der Geschichtwissenschaft vorhanden sein, ähnlich der Grundlagenkenntnis nach Abschluss der Einführungsphase des Geschichtestudiums.
Das zweite Modul befasst sich mit der im tatsächlichen Studium vernachlässigten Literatur- und Informationsrecherche. Dabei werden Grundbegriffe der Recherche erläutert, sowie auf die verschiedenen Möglichkeiten der Suche und den Umgang mit Bibliotheken, Katalogen sowie digitalisierten Ressorcen eingegangen. Dabei wird auch auf sonst eher unbeachtete Wege der Informationsbeschaffung eingegangen und geschichtliche "Standard"recherchewege geschildert - ähnlich der "Quellenkunde"-Übungen, wie sie zum Beispiel auf der Vergleichenden Literaturwissenschaft bestehen ( - und sicherlich auch dem Lehrplan der Geschichte nicht schaden könnten.)
Das dritte Modul befasst sich mit dem vor allem für Lehramtsstudenten wichtigen Gebiet der Geschichtsdidaktik. Hier soll von den Grundlagen der Didaktik bis hin zur konkreten Unterrichtsplanung alles vermittelt werden, was der angehende Lehrer braucht, um seine Schüler wach und interessiert zu halten.
Im vierten Modul geht es um verschiedenste Ausführung des in diesem Blog bereits vorgestellten Systems des content-managements, des Hypertextcreators. Neben bereits bestehenden Beispielen gibt es auch die Möglichkeit, sich selbst in die Materie des Hypertextes zu vertiefen. (Auch wenn der Link dorthin momentan mehr als tot zu sein scheint...)
Barbara Wakolbinger - 23. Jan, 15:55
Geschichte im Netz – Praxis, Chancen, Visionen
Von Wolfgang Schmale
Geschichte im Netz – Praxis
Geschichte im Netz im Sinne geschichtswissenschaftlicher Homepages ist heutzutage eher noch Seltenheit. Und das, obwohl die Geschichte bereits zu den in den neuen Medien aktiveren Wissenschaften zu rechnen ist. Neben einer hohen Anzahl von privaten Homepages, die sich mit dem Thema Geschichte befassen, finden sich außerdem zum Beispiel häufig Schulprojekte bzw. das jeweilige Heimatkundemuseum online. Mehr oder weniger gut gemacht, wird hier Geschichte vermittelt.
Das häufig auch ein sehr subjektives bzw. selektives Geschichtsbild vermittelt wird, muss dem kritischen Leser dabei stets bewusst sein. Auch in Computerspielen finden sich geschichtliche Inhalte. Diese können sich zwar zum Teil tatsächlich als lehrreich erweisen, neigen aber auch zu Anfälligkeiten gegenüber Verzerrungen oder Auslassungen.
In den tatsächlich mit geschichtswissenschaftlicher Arbeit beschäftigten Homepages wie etwa digitalisierte Primärquellen, Kataloge aller Art oder Datenbanken, lässt sich zunehmend ein interessantes Phänomen beobachten. Unter dem an anderer Stelle bereits erwähnten Begriff der Remediation (…) lässt sich die gegenseitige Beeinflussung alter und neuer Medien zusammenfassen. Beispiele dafür wären Buchtexte die unverändert ins Netz gestellt werden bzw. gedruckte Werke, die mit Elementen des Internetauftritts arbeiten.
Obwohl das WWW deutlich mehr Möglichkeiten wie etwa den Hypertext (…) bietet, bleiben die meisten Homepages bis jetzt nur proto-hypertextuell. Das bedeutet das Verbleiben auf konventioneller Verlinkungstechnik. Weitere Schnittpunkte der alten und neuen Medien sind die Schreibtechnik bzw. -form, sowie die Dauer der Publikation. Das Internet erfordert zumeist eine Granulierung des behandelten Stoffes, ermöglicht aber gleichzeitig eine sehr rasche Aktualisierung des jeweiligen Forschungsstandes. Häufig wird daher bei Veröffentlichungen im Internet nur von Diskussionsstand gesprochen. Im Gegenzug dazu erscheinen allerdings auch immer mehr, immer dünnere gedruckte Monographien und es entsteht ebenfalls eine Art „Diskussion in Buchform“.
Neben der gegenseitigen Beeinflussung scheint die Wissenschaft also momentan dazu zu neigen, zweigleisig zu fahren bzw. auf Nummer sicher u gehen und doppelt zu bauen – also sowohl im Internet zu publizieren als auch gedruckte Monographien zu veröffentlichen.
Geschichte im Netzt – Chancen
Hier werden sechs verschiedene nützliche Strömungen bzw. Neuerungen des Internets als Chancen aufgezeigt.
An erster Stelle steht die ins Auge springende Steigerung der Geschwindigkeit der Kommunikation. Nicht nur Nachrichten lassen sich schneller austauschen, auch beschleunigt sich die gesamte Forschung, wenn eine Information nicht mehr drei Wege und viel Blättern, sondern nur noch einen Klick entfernt ist. Der Nachteil besteht in dem noch verächtlichen Blick vieler Historikerinnen auf das Internet und seine Publikationsmöglichkeiten. Das noch macht die Chance.
Ein weiteres noch stellt die Abgeschlossenheit des wissenschaftlichen Systems dar. Deutschsprachige Wissenschafter besuchen hauptsächlich deutsche und englische Seiten und der Rest der Menschheit tut es überhaupt nicht. Keine Rede von international oder allgemein zugänglich. Der negative Aspekt des Fällens dieser Barrieren besteht in der Nichtkontrollierbarkeit des entstehenden Informationsflusses.
Der dritte und vierte Punkt betreffen die Multimedialität bzw. Multidisziplinarität. Das Internet erlaubt das bisher ziemlich vernachlässigte Arbeiten nicht nur mit Text und Bild, sondern auch mit Ton, Film und ähnlichem in größerem und schnellerem Ausmaß. Dies treibt die Wissenschaft schließlich auch in die Richtung der oft gepriesenen und gewünschten Multi- bzw. Interdisziplinarität, welche im Internet beinahe zum Muss wird. Nicht mehr die Einzelperson und die einzelne Fachrichtung, sondern verschiedene Perspektiven zählen.
Der fünfte Punkt befasst sich mit E-Learning. Nicht nur effektivitätssteigernd und mehr auf Eigenverantwortung und Selbstständigkeit ausgelegt, sondern gleichzeitig eine spaßige Abwechslung zum sonstigen Universitätsalltag. Auf den dieses Format natürlich nicht beschränkt bleiben muss – E-Learning lässt sich entweder öffentlich zugänglich machen oder auf verschiedenste Formen der Bildung umlegen. Um dies umzusetzen fehlt den Bildungsstätten jedoch meist noch einiges an Geld und Technik.
Zu guter letzt die Beobachtung, dass das Internet die Stellung des Individuums als einzelner Wissensträger und -vermittler schwächt, wenn nicht sogar auflöst. Mehr ist man nun Teil eines großen forschenden Wissenskollektivs, zu dessen Unterstützung auch immer bessere Software entwickelt wird (…).
Geschichte im Netz – Visionen
Das Internet ist eine Revolution. Nicht nur die Kommunikation hat sich um ein vielfaches beschleunigt, wie jede Revolution rüttelt das Internet auch an alten Konventionen und Strukturen und verändert sie. Von der neuen Stellung des Individuums war ja bereits die Rede. Doch nicht nur der Einzelne, die gesamte Wissenschaft und ihr Blick auf die Historie ändern sich. Durch die Veränderung unserer Gegenwart wirken die neuen Medien direkt auch auf unsere Arbeits- bzw. Vorgehensweisen, unsere Blickwinkel, Perspektiven und Fragestellungen an die Geschichte ein.
Auch wenn vielleicht nicht allen Details nur Positives abzugewinnen ist, können wir keinen Schritt mehr zurück gehen, uns den Neuerungen nicht ewig verschließen und tun uns wohl selbst einen Gefallen, wenn wir die unzähligen alternativen Möglichkeiten, die das Internet uns bietet so schnell wie möglich kennen lernen, nutzen und vielleicht sogar ausweiten.
Kommentar
Vieles – vor allem der Punkte Praxis und Chancen war bereits da und wurde sogar schon in diesem Blog besprochen. Ich halte diesen Artikel also für eine gute Zusammenfassung der bisherigen Lehrveranstaltung und werde sobald ich ein wenig mehr Zeit zur Verfügung habe, mich damit beschäftigen, ihn mit allen bisherigen Beiträgen an den relevanten Stellen durch Hinweise zu verknüpfen [deshalb auch die seltsamen Klammern und Punkte].
In der Zusammenfassung der Visionen habe ich mich bereits dabei ertappt, so etwas wie einen Kommentar einfließen zu lassen, obwohl ich das bis jetzt eigentlich streng vermieden habe. Trotzdem konnte ich es mir nicht verkneifen, mich dem enthusiastischen Appell anzuschließen – zu oft kommt es noch vor, dass Studenten nicht wissen, wie im OPAC recherchiert oder das Datenbankservice genutzt wird. Zu oft kommt es mir vor, als wüssten Professoren nicht, dass sie eine E-mailadresse besitzen, geschweige denn wie man eine Nachricht verfasst. Hoffen wir also in einer gemeinsamen Vision auf ein bisschen mehr Encouragement von Seiten der Regierung, der Ministerien und der Universität selbst, auf Begeisterung der Studenten und Lehrenden und sehen wir, was die Zukunft uns bringt.
Barbara Wakolbinger - 17. Jan, 20:09
Gasteiner, Martin/Krameritsch, Jakob, Schreiben für das WWW: Bloggen und Hypertexten, in: Schmale, Wolfgang (Hg.), Schreib-Guide Geschichte, UTB, Wien ²2006, S.243-271.
Paradoxon Weblog – Das öffentliche Tagebuch
Vor Jahren noch mehr als unbekannt, erfreuen sich Blogs vor allem in privaten Anwendungsgebieten immer größerer Beliebtheit. Ungefähr 70 Millionen Blogs sind weltweit bereits online. Und die Zahl steigt täglich. Auch im wissenschaftlichen Bereich werden Weblogs immer häufiger als Plattformen für Publikationen, Austausch oder Kommunikation genutzt. Neben der schnelleren, leichteren und ortsunabhängigen Form der Kommunikation steht dabei vor allem der kreative Prozess des Schreibens im Vordergrund.
Wie in einem Tagebuch oder bei einem Journal, geht es darum, regelmäßig Einträge zu verfassen. Der Computer als Medium und die breite Zugänglichkeit zu diesen Texten hat jedoch nicht nur die Produktionsweise von Texten verändert, sondern auch die Art und Weise des Schreibens selbst. Einhergehend mit der Schnelllebigkeit des Mediums in dem er sich bewegt, wählt der Autor häufig einen Stil „der kurzen Form“.
Der Blog ist eine Mischform aus persönlicher Homepage und Diskussionsforum, die Bezeichnung setzte sich aus den Worten Web (World Wide) und Logbuch zusammen. Da man für den durchschnittlichen Blog keinerlei Programmierkenntnisse benötigt, ist er auch für ungeübtere Computerbenutzer nach kurzer Eingewöhnungszeit leicht zu handhaben. Der Weblog ist rückwärtschronologisch angelegt. Das bedeutet, dass jeweils der letzte Eintrag an erster Stelle aufscheint.
Die einzelnen Beiträge können vom Autor thematischen Gruppen zugeordnet werden um so die Übersichtlichkeit zu erhalten. Mittels einfacher Kommentarfunktion kann der Leser sofort zum Diskurs beitragen. Durch Zuordnung einzelner URLs ist es auch möglich, sich auf einzelne Einträge eines Blogs zu beziehen. Da dies dem Autor durch die „Trackbackfunktion“ gemeldet wird, entstehen verschiedenste Verknüpfungen zu anderen Blogs – die Blogsphere entsteht.
Der größte Unterschied zum konventionellen Tagebuch besteht aber in der Größe des lesenden Publikums. Statt hinter verschlossenen Türen zu schreiben, kommuniziert der Autor durch die Veröffentlichung in einem Blog mit einer großen Gemeinschaft an Lesern. Dabei dient der Schreibprozess auch als erneute Reflexion über ein Thema und ist so ein wichtiger Schritt im Ideen- oder Meinungsfindungsprozess. Natürlich muss man hierbei mit sofortigem Feedback rechnen – der nächste Kommentar kommt bestimmt. Nachfolgende Diskussionen oder Kritik können aber durchaus fruchtbar enden.
Ebenfalls eine Variante des wissenschaftlichen Nutzens von Blogs ist das persönliche Archiv. Vollkommen ortsungebunden lassen sich hier wichtige Links sammeln oder auf Onlinekataloge verweisen. Neben Rechercheschritten oder einfachen Notizen finden sich dann auch unausgegorene Ideen oder ganz einfach eine Sammlung an bereits Erledigtem und Bearbeitetem. Da hier eigenständige Ideen veröffentlicht werden und damit geistiges Eigentum, welches unter Urheberrechtsschutz steht, ist auch die Überlegung zur Lizenz nicht fern. Da es sich aber um völlig frei zugängliche Informationen handelt, sollte man nicht vergessen, persönliche Daten so knapp wie möglich zu halten oder erst gar nicht zu erwähnen.
Wenn ein Blog nicht nur einen sondern mehrere Autoren hat unterscheidet man zwischen offenen und geschlossenen Gruppen. Ein Beispiel für eine geschlossene Gruppe bietet etwa der Hintergrund einer Lehrveranstaltung oder Gruppenarbeit. Hier schließt sich ein kleines Kollektiv zusammen um den Blog als rasche, ungebundene Arbeits- und Austauschplattform zu nutzen. Bei einem offenen Blog wird meist nur ein Thema vorgegeben, zu dem sich jeder äußern kann.
Einen Blog anlegen kann eigentlich jeder. Vor allem wenn man sich dabei an Anbieter von vorgefertigten Modellen wie etwa twoday.net hält. Nach einer kurzen Registrierung kann man bereits beginnen, den Blog zu gestalten oder Daten upzuloaden. Der zweite – etwas kompliziertere Weg – geht über open-source Weblogs, die auf eigenem Serverplatz eingerichtet werden. Dazu sind zwar ein wenig mehr Zeit, Webspace und Kenntnisse vonnöten, dafür bieten sich mehr Optionen zur Personalisierung des Angebotes.
Kommentar
Schon irgendwie seltsam. Ein Tagebuch das jeder lesen kann. Ein wissenschaftliches Journal mit Ideen, die sofort kommentiert werden könne. Seltsam aber vielleicht nützlich. Denn gleichgültig ob es sich nun um private Blogs und die Frage nach roten oder schwarzen Schuhen zum Traumrock oder um Feedback auf den neuesten Ansatz zur Bearbeitung des aktuellen Seminararbeitsthemas handelt, manchmal schadet ein wenig Öffentlichkeit, eine konträre Perspektive und eine zweite Meinung nicht. Und die kommt dann meistens auch noch schnell, recht objektiv und nicht von der besten Freundin, die in Wahrheit eigentlich schon seit Jahren immer zu den schwarzen Schuhen tendiert.
Also versucht man sich zu öffnen und auszubreiten. Auch wenn das im ersten Moment gar nicht so leicht fällt. Immerhin kann nun wirklich jeder, der zufällig über die URL stolpert, nachlesen, wie es dem Autor am 12.3.06 ergangen ist. Und dieser Gedanke kostet ein bisschen Überwindung. Und auch die Angst vor vielleicht einmal auch negativ ausfallender Kritik gilt es zu verdrängen – wer möchte schließlich einen Kommentar mit dreimal gerufzeichnetem Blödsinn haben (oder einen der Netiquette angepassten, der sich aber in seiner Quintessenz auf das zusammenfassen lässt)? Es gilt also, ein Risiko einzugehen und einmal kurz mit sich selbst zu ringen, bevor man auf das entscheidende Knöpfchen drückt.
Natürlich ist es dann praktisch, seine Informationen immer vor Ort zu haben – egal ob man nun in der Bibliothek oder bei einem Freund zuhause ist, dem man nur schnell etwas zeigen möchte. Da erspart der Blog als virtuelle Gedächtnisstütze tatsächlich exzessive doch meist erfolglose – ja, warte, ich habs gleich! – Googleorgien. Und wer die Disziplin aufbringt und tatsächlich auch Recherchewege und kurze Geistesblitze notiert, der erntet wahrscheinlich ein paar (viele) durchgeschlafene Nächte mehr pro Semester. Allerdings sind schon meine Tagebücher immer nach zwei Wochen wieder in der staubigsten aller Ecken gelandet…
So ein Blog ist also, wenn er regelmäßig aktualisiert wird, etwas sehr praktisches und auch dem Großteil der Internetbenutzer nicht mehr fremdes. Dennoch muss ich dem Text in ein, zwei kleinen Punkten widersprechen. Das erste betrifft das Finden des eigenen Blogstils. Nicht jeder ist zum Schriftsteller geboren – natürlich – aber der Rat zum ungenierten Kopieren von Stilen, die gefallen, ist für mich fehl am Platz. Das macht das ganze meist nur noch schlimmer – wie schon die Pfadfinder sagten: learning by doing.
Zweiter Punkt betrifft das Lob des Blogs als ortsunabhängiges Kommunikationsmittel des stressgeplagten Studenten, der kaum Zeit zum Atmen hat. Ortsunabhängig? Ja. Kommunikationsmittel? Ja. Ersatz für mangelnde Sozialkontakte bedingt durch Überarbeitung? Nein. Zumindest würde ich es niemandem empfehlen auf Dauer einzig durch einen Blog mit seinem Mitmenschen zu kommunizieren – und der stete Chor der Isolation und Vereinsamung rufenden Psychologen gibt mir da wohl recht. Es lebe der Kaffeehaustisch - denn wer nicht einmal dafür ein kurzes Päuschen hat, sollte auch nicht mehr in Blogs tippen, sondern sein Leben überdenken gehen.
Alles in allem ist der Blog aber eine feine Sache. Besonders für Leute die gerne schreiben und einen kleinen Hang zur Selbstdarstellung besitzen. Ich bin froh, dass wir in Ihrer LV mit der Idee zur Erstellung und Führung eines Blogs beglückt wurden, denn ohne diesen dezenten Motivationsschub hätte es wohl noch ein wenig gedauert, bis ich mich mit dieser Materie auseinandergesetzt hätte. Und vielleicht finde ich ja doch noch ein wenig Disziplin und lege mir noch einen allgemeineren wissenschaftlichen Blog an.
In diesem Sinne bitte ich die heute etwas freier geratene Auslegung des Kommentars zu entschuldigen und wünsche frohes Fest und einen guten Rutsch.
Barbara Wakolbinger - 19. Dez, 17:30
Gasteiner, Martin, Krameritsch, Jakob, Schreiben für das WWW: Bloggen und Hypertexten, in: Schmale, Wolfgang (Hg.), Schreib-Guide Geschichte, UTB, Wien, ²2006, S.243-271.
Hypertext: Assoziation und Vernetzung
Der Hypertext beruht auf den Prinzipien der Nichtlinearität, Assoziation und Vernetzung. Er lebt von seinen Verweisen und Querverbindungen, die wir als Links bezeichnen. Der Hypertext kreirt einen assoziativen Schreib- und Leseraum, indem er verschiedenste Texte durch Links miteinander verbindet und so in Relation zueinander setzt. Dies ermöglicht dem Leser eine den eigenen Interessen entsprechende Bewegung durch die Thematik.
Werden gewisse Regeln zur Erstellung eines Hypertextes von den Autoren jedoch nicht eingehalten kann es zum so genannten "lost in hyperspace"-Effekt kommen, der zur Orientierungslosigkeit und Frustration beim Benutzer führt.
Hypertexte sind netzwerkartig angeordnete, nichtlineare Texte. Ein Hypertext hat demnach stets offene Enden. Es gibt keinen Punkt an dem er abgeschlossen oder fertig wäre. Es können immer noch zusätzliche Informationen hinzugefügt und vernetzt werden. Er eigent sich deshalb gut zur Bearbeitung einer Thematik durch ein Team. Dabei werden online für alle zugängliche Arbeitsplattformen - Hypertextssysteme - verwendet.
Der Ursprung des Hxpertexts als nichtlinearer Text lassen sich jedoch nicht erst mirt Erfindung des Internets festmachen. Auch gedruckte Werke wie etwa Enzyklopädien oder Lexika ermöglichen dem Leser multilineare Zugänge und beschränken sich nicht auf eine durchgehende Lesart. Hier bedient man sich des Prinzips der Aufgliederung einer Thematik in viele kleine Teilsegmente und verbindet sie anschließend mit hilfreichen Verweisen. Der Unterschied zwischen gedrucktem Wort und Hypertexten liegt also nicht in der Möglichkeit zur nichtlinearen Rezeption, sondern in Konzeption und Aufbau.
Dabei unterscheidet man drei Grundformen eines Textes. Im monosequenzierten Text ist ein thematsch kontinuierlicher Leseweg vorgegeben. Textteile - wie etwa bei Krimis - lassen sich nicht ohne Sinnverlust austauschen. Der mehrfachsequenzierte Text bietet die Möglichkeit, den Text auszugsweise zu lesen und Teile zu überspringen ohne Verständnisverlust. Unsequenzierte Texte können ohne Sinnverlust in beliebiger Reihenfolge gelsen werden. Ihre Textsegmente sind meist durch Verweise verbunden. Der Hypertext passt also in die dritte Textkategorie.
Der Computer bzw. das Internet machen die Erstellung und Benutzung von komplexen Hypertexten erst wirklich möglich. Durch simples Klicken auf Links "blättern" wir uns durch die Thematik. Hypertexte könnten also als unsequenzierte, computerverwaltete Texte betrachtet werden.
Module, Links und Kohärenz: Herausforderung beim Schreiben von Hypertext
Der Hypertext stützt sich auf die Strategie der Fragmentierung und anschließenden Kontextualisierung von Information. Die Aufspaltung in "informationelle Einheiten" ergibt den Grundstoff des Hypertextes der anschließend mit einander verlinkt wird. Jede dieser Einheiten muss für sich alleine stehend Sinn machen und muss als möglicher Einstiegspunkt des Lesers gesehen werden. Die Segmente müssen sowohl kohäsiv geschlossen, als auch kontextoffen sein. Das bedeutet, ein Text muss alleine verständlich sein, aber auch die Möglichkeit zur Anknüpfung an viele andere Texte bieten. Dabei darf er aber weder zu viel vorraussetzen, noch zu lang oder detailreich sein.
Der nächste Schritt ist das Setzen von Links. Dabei wird die gegebene Information aus verschiedenen Blickwinkeln gesehen und versucht ihr möglicht viele Zusammenhänge zu anderen Teilbereichen abzugewinnen. Für den Leser muss jedoch der Zusammenhang immer noch klar ersichtlich sein. Die verschiedenen Texte bekommen gewisse Attribute - wie etwa wichtige Namen, zentrale Begriffe, Orte oder Daten - zugewiesen und im nächsten Schritt werden Beiträge mit den gleichen Attributen automatisch verknüpft. Durch diese "typisierten" Links kann der Leser seinen Weg durch den Hypertext nachvollziehen. Die Auswahl und Zuweisung dieser Attribute erfolgt nach Planung und Absprache der Autoren.
Entstehungsprozess eines Hypertextes
Die Arbeit an einem Hypertext erfordert zumeist eine große Anzahl an Mitarbeitern. Das wiederum stellt die Schwierigkeit der vorangehenden notwendigen Standardisierung und permanenten Absprache in den Raum. Immerhin sollten alle Einheiten des Hypertextes gleichförmig wirken. Der Hypertext macht Schreiben vom individuellen Erlebnis zur Gruppenarbeit.
Wichtig für den Arbeitsprozess ist eine für alle zugängliche Arbeitsplattform sowie die Unterstützung eines so genannten "Content Management Systems" in das erarbeitete Inhalte eingefügt und automatisch durch ihre zugewiesenen Attribute verlinkt werden. Die Problematik liegt nun im Finden und Zuweisen von sinnvollen Attributen, die auch eine gewisse Kategorisierung bzw. Hierarchisierung der Inhalte ermöglichen.
Geschichte schreiben im Team: Hypertextcreator
www.wikipedia.org ist eines der bekanntesten und umfangreichsten Beispiele für gemeinsame und konstruktive Arbeit an verschiedensten Themenbereichen. Die Software von wikipedia.org oder ähnliche Systeme werden vermehrt auch im schulischen oder akademischen Bereich eingesetzt. Dem liegt die Idee des Hypertextcreator zugrunde, der ein online zugängliches Content Management System darstellt. Ohne Programmierkenntnisse vorrauszusetzen und mit einfach bedienbarem Userinterface können hier Inhalte hypertextgerecht produziert, mit Attributen versehen und verlinkt werden.
Dabei ist vor allem das Denken in Zusammenhängen und Vernetzungen wichtig. Jedes Thema kann von verschiedenen Perspektiven aus gesehen werden. Ebenfalls über den Hypertextcreator lassen sich Bilder oder Audiofiles einfügen. So wird die reine Textebene noch um Medienelemente erweitert und ein Hypermedianetzwerk entsteht.
Kommentar
"Jede Notiz ist nur ein Element, das seine Qualität erst aus dem Netz der Verweisungen und Rückverweisungen im System erhält."
(Luhmann, Niklas, Kommunikation mit Zettelkästen, Ein Erfahrungsbericht, in: ders., Universität als Milieu, Kleine Schriften, hg. von André Kieserling, Bielefeld 1992, S.57f.)
Im Alltag sind wir uns unseres vernetzten Denkens gar nicht bewusst. Dennoch bewerten, kategorisieren und ordnen wir unsere Umwelt mit jedem Schritt. Im Schriftlichen werden Verweise ebenfalls schon lange genutzt. Ein berühmtes Beispiel dafür bietet etwa Denis Diderot mit seiner Encyclopédie.
Der Hypertext besinnt sich wieder auf dieses eigentlich alte Verfahren der Verknüpfung, nutzt jedoch auch die Schnelligkeit und Beweglichkeit des Internetzeitalters. Neben einer gelesenen Information zusätzlich auch Kurzbiographien der Akteure, die sozialhistorischen Umstände oder gleichzeitiges Geschehen über der Landesgrenze rezipieren zu können, bietet nicht nur große Zeitersparnis sondern wahrscheinlich einfach ein Plus an Information, die man sich sonst nicht beschafft hätte.
Zusätzlich ist der Hypertext als Online-Arbeitsstation eine wirkliche Alternative zu in brülllautstärke gehaltenen Gruppenmeetings in Cafés, die im Endeffekt meist zu nicht viel mehr als zum Austausch des neuesten Klatsch und Tratsch führen. Für jeden immer erreichbar, sollte die einzige Hürde - das Verständnis der einzelnen Funktionen und ihrer Bedienbarkeit - eigentlich auch kein dauerhaftes Problem darstellen.
Der Text zeigt gut - wenn auch vielleicht ein bisschen zu persönlich gefärbt - , was alles durch die Arbeit mit Hypertext erreicht werden kann. Schritt für Schritt und gut nachvollziehbar wird sich hier an, auch für erfahrenere Computer- und Internetbenutzer, meist völliges Neuland herangetastet. Und nach der eindringlichen Wiederholung des letzten Kapitels hat sich auch bestimmt jeder gemerkt, was denn nun genau zu beachten ist, sollte man einem Hypertext über den Weg laufen oder - durch die enthusiastischen Erfahrungsberichte angeregt - die Lust verspüren, plötzlich selbst ein Hypertext-Projekt zu starten.
Noch würde ich jedoch sagen, steckt das Phänomen Hypertext in seinen Kinderschuhen und es bleibt abzuwarten, ob es sich über die Grenzen einer Informatik und Medien-Lehrveranstaltung hinaus verbreitet und entwickelt.
Barbara Wakolbinger - 5. Dez, 13:24
Alles dreht sich – alles bewegt sich.
Von dem ersten doch etwas verwirrenden Eindruck beim Einstieg in die Flashversion von pastperfect.at erfolgt die Rettung durch einen mehr oder weniger gekonnten Mausklick zurück zu beruhigendem Text, der ausnahmsweise nicht schaukelt oder hin- und herfährt. Der Unterprunkt Projekt und das Impressum geben auf gewohnt statische Weise erste Informationen, wo man hier eigentlich gelandet ist.
Das Projekt pastperfect kooperiert mit dem Institut für Geschichte Wien und Van Gogh TV und hat es sich zu Ziel gesetzt, die Geschichte Europas im 16.Jahrhundert (1492 bis 1558) in medienadäquater Entsprechung des 21. Jahrhunderts zu präsentieren. Das bedeutet, sich von dem singularen Strang der Ereignisgeschichte zu lösen und selbst kreativ neue Vernetzungen herzustellen.
Als Projektleiter ist Prof. Wolfgang Schmale angegeben, auch die einzelnen Autoren sind aufgelistet. Per Kontakt lässt sich ein E-Mail an den ständigen Betreuer der Website schicken.
Ebenen
Hierbei bedient sich der User vier unterschiedlicher Textebenen, die alle durch Links miteinander verknüpft sind. Die Ebenen Ereignisse, Kontexte, Reflexion und Rezeption bieten allesamt unterschiedliche Arten von Information, die individuelles Bewegen durch den Raum der Geschichte ermöglichen sollen.
In der Ebene der Ereignisse bietet sich die Möglichkeit, einzelne wichtige Geschehnisse – wie wir sie aus dem klassischen Geschichteunterricht kennen – und knappe Informationen darüber abzurufen. Hier sind 66 Jahre europäischer Geschichte am Übergang zur Neuzeit erschlossen. Die verschiedenen Ereignisse lassen sich ebenfalls nach Kategorien gliedern, wie etwa Kultur, Frauen oder Alltag. Zusätzliche Informationen wie Kurzbiographien oder Begriffserklärungen runden das Einstiegsbild ab. Es wird versucht, die Gleichzeitigkeit dieser Geschehnisse zu untermalen und auch ihre inneren Zusammenhänge bzw. ihre gegenseitige Bedingung. Dabei konzentriert sich das Projekt hauptsächlich auf repräsentative Ereignisse des jeweiligen Jahres.
Auf der Ebene der Kontexte werden die oben erwähnten Kategorien wieder aufgegriffen und in einzelnen Unterpunkten in etwas längeren Darstellungen genauer erläutert. Dabei wird sowohl auf zeitgenössische Bezüge wie auch auf mögliche Problemstellungen eingegangen.
Bewegt man sich weiter in Richtung der Rezeptionsebene, offenbaren sich nicht nur Texte zum Umgang mit den Ereignissen der behandelten Jahre durch den Verlauf der Geschichte, sondern man erhält ebenfalls Einblick in die Rezeption und Interpretation dieser Geschehnisse als Motive in Kunst oder Literatur. Hier vereinen sich also Buchkritiken mit Rezensionen zu Themenblöcken und zeigen, wie Zeit, Ort, Medium oder Raum den Zugang zu Geschichte vollkommen verändern können.
Der Punkt Reflexionen verbindet verschiedenste Arten der Gedanken zum Projekt pastperfect und reich so von theoretischen Überlegungen zu Medium, Geschichte, Gestaltung und Präsentation über tatsächliche Erfahrungsberichte der beteiligten Wissenschafter bis hin zu einem Bereich zu Feedback und Evaluation. Reflexionen bietet also Ein- und Ausblicke – Gedanken von innen und außen und erlaubt dem unbedarften Benutzer einen Blick in die Ideenwelt der Ersteller und Autoren.
Die Qual der Wahl – Bewegung durch pastperfect
Vielleicht sogar zu viele Möglichkeiten bietet pastperfect dem User sich durch die Geschichte zu bewegen. Die Entscheidung ob zuerst am Zeitrad – getarnt als Kompass – gedreht, per Mausklick in verschiedene Städte gehüpft oder on gleich eine der 18 Kategorien betrachtet werden soll, fällt schwer. Zu gewöhnt sind wir noch daran, dass alles Punkt für Punkt abgearbeitet werden kann.
Hat man sich schließlich doch für einen Klick entschieden, steht wieder alles Kopf. Der Kompass rotiert, die Weltkarte ändert sich, und plötzlich sind auch ganz andere Menüpunkte vorhanden, die sich automatisch auf das gewählte Thema eingestellt haben. Die im Hintergrund verlockend blinkenden neuen Schlagworte werden zur wenigstens teilweisen Kontrolle der allgemeinen Verwirrung erst einmal ignoriert. Doch nicht nur Text wird geboten. Neben der anspruchsvollen Gestaltung der Navigation wird der User zusätzlich mit weiterem Bildmaterial und – wer den Klick zum x findet und wagt – auch mit Ton versorgt.
Das weitere geht eigentlich ganz wie von selbst. So schnell war es noch nie möglich, von Christoph Columbus, seiner Mannschaft und ihren Schlachtrufen zum Bierkonsum in der Salzburger Stiegl-Brauerei und wieder zurück zu kommen. Hilfreich ist hierbei auch das Schiff, das zwischen Welt und Europa wechseln lässt. Für alle die sich endgültig verirrt haben bietet dann der Verlauf bzw. die Suche den letzten Rettungsanker um wieder zum ursprünglichen Ausgangsgebiet zurückzukehren.
Pastperfect als das etwas andere Nachschlagewerk
Auch wenn die einzelnen Texte nicht immer den Eindruck machen, nach streng wissenschaftlichen Kriterien verfasst zu sein und eher einen lockeren, leicht verständlichen Schreibstil an den Tag legen, lohnt sich ein zweiter genauerer Blick. Etwa auf den Unterpunkt Literatur wo sich – gänzlich unanimiert – Bibliographien zu den Texten finden. Auch wenn dieses in Hypertext verpacktes interaktives Nachschlagewerk dem durchschnittlichen Historiker wohl nicht mehr als ein Kopfschütteln entlocken würde, ist es dennoch wissenschaftliche Arbeit – nur in anderer, ansprechenderer Verpackung.
Mir scheint, das Prinzip von pasperfect.at stützt sich mehr denn je auf die Selbstverantwortung des einzelnen. Durch den Hypertext lassen sich unendlich viele verschiedene Bewegungsrichtungen durch die Geschichte kreieren und ermöglichen so einen individuellen nach eigenen Interessen und Arbeitstechniken gestalteten Zugang zur Geschichte.
Fazit
Völlig neu und daher gewöhnungsbedürftig. Der erste Eindruck ist mehr als nur ein bisschen verwirrend und ich war froh, mich wieder in statischem Text zu bewegen. Doch nach einigem Herumprobieren erschließen sich nach und nach die Zusammenhänge und auch das Navigieren war kein Problem mehr. Positiv ist dabei die Verbindung des Mediums Text mit Bildern und sogar Ton aufgefallen. Als kleiner Negativpunkt wäre die Navigation zwischen Hypertext und konventionellen Text (Impressum, Projekt) anzumerken, die bei mir nur durch schließen des Browserfensters und neu einsteigen möglich war sowie die Hintergrundfarbe in Kombination mit der weißen Schrift des ganzen Projektes (die türkise Brille – oder: Ist mein Bildschirm zu hell?) anzumerken.
Alles in allem lässt sich aber sagen, dass der Hypertext für mich eine durchaus abwechslungsreiche, spannende und individuelle Art bietet, sich durch die Geschichte zu bewegen und dabei auch auf Themen und Bezüge zu stoßen, die sonst im Verborgenen geblieben wären.
Barbara Wakolbinger - 28. Nov, 15:49
www.historicum.net – Geschichtswissenschaften im Internet
Der erste Eindruck
Diesmal mit leichtem Hang zu grün und einer Abbildung, die bereits eine Ahnung von der Thematik vermittelt, ohne dass auch nur eine Zeile Text gelesen wurde, tritt das zweite Internetportal zur Geschichtswissenschaft auf. Direkt werden die neuesten Themen und Beiträge aufgelistet, sowie auf Sponsoren und Förderer verwiesen. Für den nicht so stetigen Besucher, der nicht mit dem Neuesten, sondern von vorne beginnen möchte, bietet man die behandelten Themen in einer Übersicht, was die Überprüfung auf potentielle Nützlichkeit auf den ersten Blick erlaubt. Darunter wird noch auf ein Forum verwiesen, welches sich mit aktuellen geschichtlichen Themen zu beschäftigen scheint.
Durch diesen recht zurückhaltenden Einstieg in historicum.net bleibt die Übersicht gewahrt, die Navigationsleiste sowie die direkte Verlinkung zu den Themen versprechen schnellen Zugriff auf mehr.
Erstinformation – „Über uns“ & Co.
Historicum.net möchte nach Eigenaussage durch den Einsatz von epochen- bzw. themenorientierten Texten, Quellen und Bildern, sowie Linkssammlungen und Tutorien und Materialien zur Lehre ein umfangreiches Angebot an Informationen für die Geschichtswissenschaften bieten.
Die Website wird von einem eingetragenen Verein geleitet und überwacht und besitzt eine eigene Geschäftsstelle in der Universität Köln, die sowohl per E-Mail als auch per Telefon oder Postadresse erreichbar ist und als Hauptansprechpartner fungiert. Bei einigen einzelnen Fachbereichen werden die verantwortlichen Redakteure extra angeführt.
Die Partner und Förderer der Site sind zahlreich und auch in einigen Ländern verstreut, als Beispiel lassen sich etwa die Universität Köln, die Ludwig Maximilian Universität München oder die bayrische Staatsbibliothek herausgreifen.
Für spontan Begeisterte gibt es hier auch die Möglichkeit sich in einen Newsletter einzutragen, der über die neuesten Aktualisierungen informiert. Die Hilfe fällt mit nur einigen technischen Hinweisen zu Browsereinstellungen, Schriftgrößen oder Druckmöglichkeiten ein bisschen spärlich aus, umso größer ist jedoch der Presse-Bereich, in dem von sämtlichen Erwähnungen in der Presse über Profil und Publikationen der Site bis zu dem hauseigenen Logo alles abgerufen werden kann.
In medias res
Über die große Navigationsleiste ist der Einstieg in die wirklich interessanten Dinge nur einen Klick entfernt. Wer es bereits genauer weiß, kann sich auch die Suchfunktion zu Nutze machen.
Themen
Eine einfache Übersicht über alle behandelten Themen und Epochen macht den Anfang. Diese reichen von der Zeit der Subkultur „Hexe“ über die Französische Revolution bis zu Klassikern der Geschichtswissenschaft. Diese verschiedenen Projekte teils verschiedener Unis bieten umfangreiche und fundierte Information zu ihren jeweiligen Themen und machen so die zwar breit gestreute aber nicht sehr große Anzahl an Angeboten wieder wett.
Als Beispiel wird mir im Weiteren „Pompadour und ihre Zeit“ dienen. Nach einer kurzen Vorstellung des Projektes kann man sich durch die einzelnen Gliederungspunkte klicken, die recht eigenständig jeweils einen Aspekt des Lebens und Wirkens von Madame Pompadour ausführlich besprechen. Neben einer Zeitleiste stehen dann auch noch die wichtigsten Biographien der vorkommenden Personen und eine sehr umfangreiche Bibliographie zu dem Thema bereit. Sehr zuvorkommend wirkt auch die überall bereitstehende empfohlene Zitierweise. Ebenfalls kann man sich auch direkt mit den Verantwortlichen in Verbindung setzen.
Allgemein wirkt es so, als könnte man sich mit dieser Einrichtung tatsächlich den einen oder anderen Weg in die Bibliothek sparen oder sich eine schnelle Bibliographie zu einem Thema abrufen.
Länder
Unter dem Titel Länder präsentieren sich Portale zu einzelnen europäischen Staaten, die sich vor allem die Sammlung von Links und die ständige Aktualisierung dieser Bestände zur Aufgabe gemacht haben. Auch wenn noch nicht alle ganz auf dem neuesten Stand zu sein scheinen – bei einigen osteuropäischen Ländern (Litauen, Polen) wird man sogar ins alte Layout zurückkatapultiert – möchte ich am Beispiel Frankreich zeigen, wie hilfreich das Endprodukt sein kann.
Unter „Themen“ finden sich Linksammlungen zu den verschiedenen Epochen, zu Politik, Staat und Verwaltung sowie zu Europa und der Beziehung zu Deutschland. Diese einzelnen Bereiche sind wieder in Unterpunkte gegliedert, was eine schnelle Suche ermöglicht. Kurze Beschreibungen des Inhaltes erhöhen die Nützlichkeit. Den stichprobenhaften Versuchen hielten auch tatsächlich alle Links stand.
Im Menüpunkt „Materialien“ erhält man Links zu digitalisierten Texten, aktuellen Presseauftritten, zeitgenössischer Literatur und Werkzeugen der Wissenschaft wie etwa Wörterbücher, Online-Bibliographien oder Online-Zeitschriften. Für den bodenständigeren Teil der Wissenschaft gibt es hier auch jede Menge bibliographischer hinweise auf gedruckte Werke.
Unter „Wissenschaft“ werden Links zu Archiven, Bibliotheken, Forschungseinrichtungen und Informationen zu Stipendien, dem Studium in Frankreich und verschiedenen Universitäten aufgelistet. Dem schließen sich unter „Kultur“ Verweise auf Kulturinstitute, Museen und Schulen an. Aus dem Punkt Redaktion lassen sich wiederum Ansprechpartner und Partnerinstitutionen herauslesen.
Recherche
Nach dem gleichen Prinzip wie schon die vorigen Menüpunkte verfährt auch die Recherche. Unter „Institutionen“ findet man die Internetauftritte von Bibliotheken, Archiven und Forschungsinstitutionen, „Literaturrecherche“ begleitet durch die Recherche in Verbundkatalogen, Elektronischen Volltexten, Bibliographien und Aufsätzen. „Fachzeitschriften“ bieten Links zu eben jenen, die „Digitalisierten Quellen“ gliedern sich noch in Bild- und Textressourcen. „Lexika und Nachschlagewerke“ verspricht allgemeine, fachspezifische und historische Hilfsmittel per Mausklick und unter „Fachportale“ werden interessante Internetauftritte festgehalten.
Lehren und Lernen
Quiz zu „Internet im Geschichtsstudium“
Hier sind Ihre Ergebisse:
Anzahl der richtigen Antworten: 14
Anzahl der beantworteten Fragen: 14
Punkte: 100%
Glückwunsch! Das ist ein tolles Ergebnis.
Nicht nur der spielerische Drang lässt sich in Lehren und Lernen befriedigen. Gleich an erster Stelle steht der durchaus interessante Punkt der „Archiveinführung“, der eine Gebrauchsanweisung für Archive darstellen soll. Wer also lieber nicht nach trial and error arbeiten möchte, ist vor dem ersten Archivbesuch mit einem kurzen Blick hierhin gut beraten. Auch wenn sich die Anweisungen hauptsächlich auf Deutschland konzentrieren lässt sich sicher einiges auch auf die heimischen Archive umlegen.
Mit „Computer im Geschichtsstudium“ habe ich mich in diesem Blog bereits auseinandergesetzt. Wer es schon jetzt nicht mehr weiß oder noch nachlesen möchte, dem stehen in diesem Unterpunkt sämtliche Möglichkeiten von Textverarbeitung bis Literaturverwaltung offen.
„Internet im Geschichtsstudium“ bietet – neben dem Quiz – Informationen zur Grundlage und Geschichte des Internets, eine Einführung zu Suchen und Bewerten im Netz (ebenfalls schon einmal hier thematisiert), Beiträge zu Sicherheit und Datentransfer, E-Learning, Hypertexten, Wissenschaftlichem Publizieren und Anleitungen zur Literaturrecherche, Fachangeboten für Historikern oder Archiven, Quellen und Editionen.
Im „Webkatalog: Lehre und Internet“ finden sich Linksammlungen zu Tutorials im Netz, weiteren Einführungen und Anleitungen – auch für den gekonnten eigenen Netzauftritt – und netzgestützter Lehre.
Der „Geschichtsdidaktik“ schenke ich als Diplomstudent nur periphere Beachtung, dennoch können die langen bibliographischen Listen zu Themen wie Grundlagen der Didaktik, Theorie und Praxis, Medien historischen Lernens oder didaktischen Fachzeitschriften an anderer Stelle nützlich sein.
Im Punkt „GWU-Kolumne – Information Neue Medien“ kann man schließlich die monatliche Kolumne zu verschiedensten Themen das Internet betreffend einer der Hauptverantwortlichen dieser Site nachlesen. Mit den „Links-Winks“ hat man noch die Möglichkeit viele der erwähnten Projekte oder Seiten noch einmal genauer kommentiert zu sehen. Die Winks sind ebenfalls nach Themen geordnet und machen so die Suche einfacher.
Fazit:
Bei Beschäftigung mit – hauptsächlich frühneuzeitlicher – Geschichte eine wirklich große Hilfe, die Kilometer von Fußmärschen ersparen kann. Fundierte Artikel und ausführlichste Linkssammlungen machen das wissenschaftliche Leben einfacher. Einziger Kritikpunkt zu clio könnte die fehlende Möglichkeit sein, selbst schnell und einfach auf spannende Projekte aufmerksam zu machen. Ansonsten ebenfalls ein guter Tipp für die Favoriten eines Geschichteinteressierten.
Barbara Wakolbinger - 20. Nov, 21:55
In dezentem Magenta präsentiert sich clio-online (http://www.clio-online.de), ein Fachportal der Geschichtswissenschaften beim ersten Klick des Besuchers. Sofort erkennbar und übersichtlich, gliedern sich die einzelnen Menüpunkte zugleich in Symbolen unter-, sowie in „Registerkarten“ am oberen Seitenende nebeneinander. Zusätzlich machen zwei Sidebars Log-In-Funktion und Hilfe, sowie AGBs, Suche, Spracheinstellungen und diverse Links sofort zugänglich.
Wo man hier eigentlich gelandet ist, macht eine knappe Eigendefinition klar:
„Clio-online ist ein zentrales Internet Fachportal zur Geschichte. Seit Mai 2002 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert, ermöglicht das Projekt durch seine Online-Dienste und Service-Angebote einen effizienten Zugang zu den umfangreichen Online-Ressourcen innerhalb der Geschichtswissenschaften“.
Das bedeutet, clio-online unternimmt den Versuch, sämtliches zur Geschichtswissenschaft zur Verfügung stehendes Onlinematerial nicht nur zu sammeln, sondern auch zu ordnen, gliedern und bewerten. Dies lässt ein völlig neuartiges Geschichtenetzwerk entstehen, dass sich erstmals nicht nur auf einen Teilbereich konzentriert, sondern die Möglichkeit bietet, alles auf einmal und per Mausklick zu haben.
Hinter clio-online stehen verschiedenste Institutionen, die sich auf der Homepage wie folgt finden lassen:
Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften
Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung
Bundesarchiv
Humboldt-Universität zu Berlin
H-Soz-u-Kult
Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam e.V.
Außerdem beteiligen sich noch einige weitere Institutionen an diesem Projekt oder kooperieren eng mit den clio-Machern. Genaueres dazu findet sich im Untermenüpunkt „Partner“. Das Projekt clio-online wird außerdem von einem Beirat bestehend aus Mitgliedern verschiedenster Institutionen beraten und betreut. Genaueres hierzu im Untermenüpunkt „Beirat.“.
Eine genaue Auflistung von „wer nun genau für was verantwortlich ist“, Texte verfasst, Links überprüft und dergleichen findet sich gleich daneben unter „Redaktion“. Hier stehen außerdem sämtliche Kontaktmöglichkeiten übersichtlich nebeneinander, das Impressum mit Haftungsausschluss und erneuter Nennung von verantwortlichen liegt gleich nebenan.
Inhalt:
Unter dem ersten Menüpunkt „Rezensionen“ findet sich eine Sammlung an Links zu rezensierten historischen Werken. Dieses Verzeichnis lässt sich anhand von Stich- und Schlagwörter bzw. Autor, Rezensent oder Titel durchsuchen. Nachdem das gewünschte gefunden wurde, wird man per Link zu der betreffenden Seite weitergeleitet (oft H-Soz-u-Kult
http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/) oder kann gleich per Metasuche daran gehen, das Werk zu bestellen oder auszuborgen.
Das „Web-Verzeichnis“ ist ähnlich aufgebaut, nur werden hier Internetangebote wie Websites oder Datenbanken erschlossen und mit kurzen Beschreibungen versehen. Neben stöbern und gezieltem recherchieren besteht die Möglichkeit, eigene Projekte zu melden oder auch fremde vorzuschlagen. Durch regelmäßige Aufarbeitung der Angebote durch wissenschaftliches Personal bleibt eine gewisse Stabilität der Qualität garantiert.
Ebenfalls ähnlich verfährt der Punkt „Institutionen“ der sich mit der Auflistung aller geschichtsrelevanten Einrichtungen befasst. Hier finden sich neben Universitäten, Forschungszentren auch Archive, Bibliotheken Vereine oder Verlage. Neben den „üblichen“ Daten wie Adresse oder Kontaktmöglichkeiten wird außerdem versucht, sie mit Schlagwörtern zu kategorisieren, Forschungsziele zu definieren und Webangebote aufzuzeigen. Auch hier kann man seine eigenen Datensätze anbringen.
Genauso wie den Institutionen ergeht es unter dem nächsten Punkt „ForscherInnen“ Menschen und Persönlichkeiten. Hier bekommen Wissenschafter aus der ganzen Welt die Möglichkeit sich und ihre Arbeit zu präsentieren, Forschungsschwerpunkte auszulisten und neueste Publikationen anzukündigen. Dieser Eintrag kann dann ebenfalls als eine Art „virtuelle Visitenkarte“ an Kollegen weitergegeben werden.
Ein in meinen Augen besonders interessanter und wichtiger Inhalt präsentiert sich hinter dem Tab „Guides“. Diese Guides sollen Wegweiser bzw. Leitfäden durch die große weite Welt des WWWs bieten. Sie sind in übergreifende, regionale und thematische Guides gegliedert und bieten dementsprechend entweder Anleitungen zur Arbeit mit elektronischen Medien und online an sich, auf spezielle Länder zugeschnittene Kurzführungen oder Einführungen in die Onlinelandschaft zu verschiedenen Themengebieten wie Geschlechter-, Umwelt- oder Technikgeschichte.
Anhand des Beispiels der Geschlechtergeschichte will ich hier so einen „Schnellkurs“ nachvollziehen, der uns von einer Einleitung – verfasst von Expertin – über eine Präsentation verschiedener wissenschaftlicher Zusammenschlüsse bis hin zu einem breit gefächerten Angebot an Onlinediensten und Angeboten führt. Nach einer genaueren Analyse einiger exemplarischer Sites wird das ganze durch ein knappes Fazit abgerundet.
Mit einem weiteren Klick befinden wir und schließlich bei den „Chancen“ die man als abgeschlossener Geisteswissenschafter bzw. Historiker nach Beendigung des Studiums dann hat. Hier werden alle Türen gesammelt, die eventuell offen stehen könnten. Darunter finden sich Jobangebote, Praktikumsplätze und Weiterbildungsmöglichkeiten. Auch hier ist es möglich, selbst interessante Angebote zu melden.
Der wohl wichtigste Punkt dieser Website, die „Suche“, findet sich an letzter Stelle des Registerkartenmenüs. In einer einfachen Suchmaske kann man hier nach Schlagworten, Personen sowie Stichworten suchen. Über die Metasuche besteht außerdem die Möglichkeit die Suche auf Kataloge und ähnliches auszudehnen.
Weiteres:
Mit „Mein Clio“ lässt sich diese Datenflut ein wenig persönlicher gestalten. Themen in diversen kooperierenden Foren lassen sich abonnieren, ein Newsletter kann bestellt werden und die Möglichkeit der oben erwähnten „virtuellen Visitenkate“ bietet sich.
Weil die Wissenschaft aber doch nicht ganz ohne Papier kann, finden sich im Untermenüpunkt „Publikationen“ Informationen zu auch gedruckt erscheinenden Inhalten von clio-online und H-Soz-u-Kult.
Unter „Mediadaten“ kann man sich außerdem über – natürlich konsequent steigende – Besucherzahlen und Auslastungsstatistik dieses Portals informieren. Die ausführliche Hilfe löst dann noch alle eigentlich aufgrund der übersichtlichen Struktur kaum auskommenden Probleme und eine Sitemap hilft beim noch rascheren und zielgerichteteren Navigieren. „Umfrage“ bietet dann noch die Auswertung einer Onlineumfrage zum Thema Umgang und Arbeit mit dem Internet.
Fazit:
Warum kenne ich diese Site eigentlich erst seit heute?
Barbara Wakolbinger - 14. Nov, 14:22